Softskills24 Info

... because skills matter

Mon06212021

Last updateWed, 14 May 2014 11am

Führungskraft und Führungsverhalten - Austauschprozess

Auf der Beziehungsebene ist der Austauschsprozess beeinflusst von Vertrauen, von der Fertigkeit, dem anderen zu vertrauen respektive wie sehr man dem anderen Argwohn entgegenbringt

(siehe weiters von Thun).

Aus den Erlebnissen, die wir mit der vertrauenswürdigen Verbindung mit anderen gemacht haben, beziehungsweise inwieweit unser Vertrauen ausnutzt wurde, kreieren wir mit der Zeit eine inwendige Einstellung, die wir in Beziehungsprozessen anwenden.

Gleichfalls diese Mentalitäten suggerieren das Führungsverhalten.

Nachteiliger Vertrauenskreislauf (Zweifel)

Hier gehen wir von einem argwöhnischen Führungskraft aus, dessen Führungsverhalten geprägt ist von Dezenz und Bedacht gegenüber seinen Angestellten, die in ausharrender Position das Handeln des Vorgesetzten beobachten und sich gleichartig zurückhaltend respektive vorsichtig benehmen. Letzteres wirkt als Verstärker (accelerator) auf den "Misstrauensbedarf" des Vorgesetzten - er fühlt sich mit seinem Zweifel bestätigt.

Affirmativer Vertrauenskreislauf (Gewissheit erhaltend oder konstruktiv)

Der umgekehrte Steg zu oben ist, dass der Manager ein gesundes Maß an Zutrauen seinen Arbeitnehmern entgegenbringt, Aufrichtigkeit und Integrität an den Tag legt. Die Beschäftigten machen ihre Erfahrungen mit diesem Führungsstil und sind genauso offen und integer im Umgang mit dem Entscheider.

Der Führungskraft sieht seinen Gewissheitsvorschuss als bestätigt an, wodurch er sein Managementverhalten als bestätigt sieht.

Argwohn hat die Besonderheit, dass mit (Übermaß) Bedacht in eine kommunikative Beziehung hineingegangen wird, mit der Folge, dass auf der Causaebene der Verständigung mit klar eingegangenen Informationsdefekten umgegangen wird (man teilt den Mitarbeitern nicht alles mit) und andersherum. Also fühlen sich die Beteiligten dazu veranlasst, Zweifel zu verspüren und auf der Hut zu sein.