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Last updateWed, 14 May 2014 11am

Anlagemerkmale- Entwicklungspsychologie

Die Entwicklungspsychologie ist eines der unverzichtbaren Forschungsressorts der Seelenkunde. Sie behandelt gesetzmäßige Revisionen der Gebarens- und Erlebensweisen

und der Performanzen während des menschlichen Lebens. Entwicklung wird derbei als diffiziler, progressiver Vorgang von Wechselbeziehungen und Einflussfaktoren verstanden.

Die wesentlichen Entscheidungsfaktoren der Entwicklung sind die Anlage, die Umwelt und die separate Selbststeuerung. Die Signifikanz der genetischen Anlagemerkmale wurde zu keiner Zeit bestritten, hingegen vor allem ehemalig stark überbewertet. Entwicklung ist mehr als das ausschließliche 'In Erscheinung-Treten' veranlagter Kennzeichen.

Unähnlich als beim Tier kommt in der Entfaltung des Menschen dem Umwelt- bzw. Lernfaktor eine gewichtige Signifikanz zu. Die Umgebung hat unterdies mehr als einzig eine anstiftende Funktion: Erst im Kontakt mit der Umwelt können die essenziellsten Ausrichtungshilfen des Menschen — Sprache, Gewissen, Verbindung- und Bindungsfähigkeit sowie die Intelligenz — entfaltet und geformt werden.

Dass der Plastizität vermöge der einzelnen genetischen Veranlagung gewisse Grenzen gesetzt sind, beweisen Untersuchungen über die Lebendigkeit, die Empathie, die Intelligenz usw., welche verdeutlichen, daß eine obere Limitierung offenbar separat durch Erbfaktoren vorgegeben ist.

So bedeutsam das Zusammenspiel von Anlage und Umwelt auch ist, der Mensch ist nicht das Fabrikat aus diesen, stattdessen hat — entsprechend des Subjekts in unterschiedlicher Eigenheit — die Möglichkeit, sein 'Umsetzungsschicksal' mitzugestalten.

Die selbststeuernden Tendenzen vermelden sich im Willen, sein Leben nach bestimmten Zielen oder Plänen zu konzeptualisieren, sich selbst zu verwirklichen, bestimmte Lebensumstände zu verändern und nach eigenen Vorstellungen zu systematisieren.

Die Entwicklungspsychologie steht in einem markanten Informationsaustausch mit allen wichtigen Wissenschaften vom Menschen:

Sie stützt sich auf Leitsätze der Erblehre, der Anthropologie, der komparativen Verhaltensforschung und arbeitet zusammen mit der Allgemeinen, der Lern-, der Sozial- und anderen Fachgebieten der Seelenkunde. Ihre Forschungsresultate werden in erster Linie der pädagogischen Seelenkunde und der psychologischen Beistandsarbeit zu Grunde gelegt.