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Last updateWed, 14 May 2014 11am

Außergewöhnliche Bedeutung im ersten Lebensjahr

Das erste Lebensjahr ist von außergewöhnlicher Bedeutung für die Realisierung des Menschen. Entwicklung beginnt aber keineswegs erst nach der Geburt, sondern schon vorher.

Über die vorgeburtliche (pränatale) Weiterentwicklung verstehen wir, daß diese mit einer überaus großen Geschwindigkeit abläuft:

Schon der Embryo besitzt jegliche inneren Organe, und am 43. Tag ist die Beschaffenheit des Gehirns bereits ganz ausgebildet.

Zum Start der Fötalzeit formen sich bereits auch individuell-genetische Eigenschaften heraus.

Bezeichnend für den Menschen ist, daß er — im Unterschied zu allen höheren Säugern — unvollständig und unvollendet geboren wird. Die ihm eigenen Artcharakteristika erwirbt er erst imHandlungsverlauf des ersten Lebensjahres, das man aus diesem Grund als extra-uterines Frühjahr benennt.

In dieser Zeitspanne ist das Kind in höchstem Maß dependent von seiner sozialen Umgebung, ohne Pflege wäre es nicht lebensfähig. Die Weiterentwicklungsdynamik des ersten Altersjahres ist entsprechend wild wie in der pränatalen Periode und hat mit zu dem Bezeichner des extra-uterinen Frühjahres beigetragen.

Die Niederkunft ist wohl ein von außen gesehen heftiges Vorkommnis, in der Realität aber lebt der das Neugeborene - wenn auch external des Mutterleibes — im Verlauf einiger Zeit in entsprechender Weise weiter wie im Vorfeld der Geburt. Dies gilt an erster Stelle für die ersten 8 Lebenswochen, die nachgeburtliche (postembryonale) Spanne.

Sie ist charakterisiert durch lange Schlaf- und kurze Wachzeiten (eine Art Fortsetzung des embryonalen Lebens), unkontrollierte Unruhebewegungen (Strampeln), Schreien und Essensaufnahme. Erst im zweiten Lebenssemester nehmen die Wachzeiten und hierdurch auch die unüberlegten Betriebsamkeiten zu.

Die reaktive Dauer (vom 3. bis Schluss des 6. Monats) ist beschrieben durch detaillierte Reaktionen auf Umweltreize: nachblicken, hinhören, besehen, experimentieren, greifen, schmunzeln und babbeln.