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Last updateWed, 14 May 2014 11am

Kontradiktionen - Erwachsene

Die Anfrage nach den besonderen Kennzeichen des Erwachsenenlebensalters in der Gegenüberstellung per exemplum zum Jugendalter und zum Alter bei weitem nicht

simpel zu beantworten ist.

Vielfältige Blickwinkel liefern teilweise verschiedenartige Ergebnisse und bisweilen gar Kontradiktionen.

Manifestierbar ist: Es gibt keine lebensaltersmäßige Determiniertheit des benannten Erwachsenenalters, meist ist der Zeitraum von 20 oder 22 bis 60 oder 65 Jahren angesprochen.

Ein Verständnis des Erwachsenenlebensabschnitts ist einzig dann in vernunftgemäßer Weise möglich, für den Fall, dass wir diese Lebensaltersspanne als Komponente eines ganzen Lebenslaufs betrachten, der seine essentiellen Determinanten aus dem zuvor gelebten Leben und den Wirkungen, denen dieses Leben unterlag, empfangen hat.

Weitere wichtige Determinanten sind: die allgemeine anhängige Lage, Verdienst, Berufstätigkeit, Familienstand usw. Die Effekte jener Faktoren ist folgenschwerer als die von innen kommenden Reifungshergänge wie noch der die Wirkung des Lebensalters in Jahren.

Die Unterschiede zwischen den einzelnen Personen dieser Gruppe sind größer denn in einem vorherigen Lebensalter; daher ein weiterer Anstoß für die umständliche Erklärbarkeit der Erwachsenen als Elementgruppe.

Eine Phasenlehre der menschlichen Lebensgeschichte, die von innen kommende Dynamikverläufe zum elementaren Bestimmungsfaktor nimmt, entspricht nicht den gegenwärtig gesicherten Kenntnissen. Weder die Unterscheidung einzelner Entwicklungsabschnitte noch deren Beschreibung sind sicher und unstreitig ausführbar.

Das gilt weiters für Krisen, welche nach einigen Ansätzen die Transition von einer Phase zur anderen beschreiben. Es gibt keine imperativen Krisen in der Entfaltung des Erwachsenen. Ebenso haben Krisen den Umständen entsprechend in der psychischen und sozialen oder gesundheitlichen Begebenheit eines Menschen ihre Begründung als in endogenen Prozessen.

Korrespondierend unzureichend wie die Phasenlehre ist die Herangehensweise, die von benannten Wechselphasen ausgeht. Wohl meidt er die essentielle Verknüpfung zu innen entstehenden Prozessen, doch kann ebenfalls er zu gewissen Gefügen führen, die der Individualität des Lebens keineswegs gerecht werden. Wechselphasen, wie z. B. die Wechseljahre oder die Ruhestandsversetzung, werden meist divergent und mit augenfällig individuellen Hervorhebungen erlebt als obendrein verarbeitet.