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Last updateWed, 14 May 2014 11am

Kindliche Gedächtnis- und Erinnerungsleistung

Bisherig fehlt die Zähigkeit für die Abarbeitung vielschichtigerer Fragestellungen, wie z. B. den Vergleich von mehr denn zwei Objekten. Obendrein fehlt es oft am Sprachgut, um die erblickten

Spezialitäten ebenso wie Unterschiede zu bezeichnen.

Vis-à-vis der Raumlage gegenständlicher Konstrukte ist der kleineSpross erst einmal desinteressiert. Mit gedeihender Reife ändert sich das. Besonders elementar ist das Feststellen der Raumlage abstrakter Figuren, für Lesen und Schreiben.

Da obendrein dazu keinerlei Lernimpulse aus der natürlichen Lebenssituation existieren, entfaltet sich ein Distinktionsvermögen für die Position sowie für die Richtung ungegenständlicher Erscheinungsbilder erst spät, mit 7 Jahren. Die Unterscheidung von rechts und links bewirkt den meisten Kindern Schwierigkeiten und muss ihnen speziell beigebracht werden, immerhin erkennen sie den Unterschied keineswegs von selbst.

ier Mengenauffassung ist noch nicht entwickelt. Überwiegend fehlt dem Kleinkind die Auffassung der Beständigkeit der Menge. 'Haufenweise' und 'wenig' sind seine Einschätzungskategorien. Äußerst bedeutsam für die übrige erkenntnismäßige Entwicklung ist das Registrieren von Einzelheiten einer Erscheinung, nämlich das teilinhaltliche und differierende Feststellen.

Kleinkinder realisieren Finessen vorerst nicht. Bald beginnt gleichwohl eine differenzierende Untersuchung von bekannten Formen und von Komponenteen, welche für das Kind bedeutend sind. Vierjährige können bereits in hohem Maß Unterschiede von Einzelheiten registrieren. Die Entdeckung von Kongruenzen ist handkehrum diffiziler und wird grundsätzlich erst von 7jährigen zuverlässig ausgeführt. Das teilinhaltliche Erkennen läßt sich einüben, doch erzeugen Reifungsvorgänge längerfristig korrespondierende Fortentwicklung.

Der Schwerpunkt der Gedächtnisleistung liegt im sprachlichen Feld. Da muss das Kind immens viel lernen wie auch festhalten, wie z. B. neue Wörter, Grammatikkonstrukte, Intonation und so weiter. Das Gedächtnis für Tatsachen per se ist beim Vorschulkind bislang außerordentlich gebrechlich und unterliegt leicht an Täuschungen der Perzeption, Interferenz oder gefühlsmäßig gekoppelten Abschweifungen, wie z. B. vermöge persönlichem Geltungsdrang, tobende Phantasie. Emotional belegte Vorgänge, wie zum Beispiel besondere Begeisterung an einem Geburtstagspräsent, prägen sich besonders markant ins Gedächtnis, wobei das gefühlsmäßige Gedächtnis ausgesprochen langlebig ist.