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Sat12042021

Last updateWed, 14 May 2014 11am

Die Zeit vor der Pubertät eines Kindes

Die mentale Erscheinungsgestalt der Pubertät und Vorpubertät mit ihren Verhaltenserschwernissen und sozialen Auseinandersetzungen muten an, im erheblichen zeitverbunden,

somit phasenverbunden zu sein. Pubertätsprobleme waren in in vergangener Zeit keinesfalls durchweg vertraut und treten auch in anderen Kulturen andersartig in Erscheinung.

Die Konfliktsachlage des Pubertierenden besteht darin, daß er auf der einen Seite bereits über ausgeprägte Grundvoraussetzungen zum Weiterbestehen in der Erwachsenenumgebung verfügt, dennoch einen zu geringen Erfahrungsschatz realisiert, um sich in unserer überplanmäßigen Kultur behaupten zu können.

Folgende psycho-somatischen Voraussetzungen würden die Eingliederung in die Erwachsenenwelt erlauben:

Weiterentwicklungsschub und Kräftezunahme
rasche Erhöhung der Kompetenz zu planen, sich auf neue Lagen einzustellen, Verantwortlichkeit auszuüben und Strategien mit der gebotenen Ausdauer zu verfolgen.

Eine entscheidende Defiziterscheinung besteht gleichwohl bezüglich:
Lebenserfahrung, intellektuelle und soziale Kenntnisse wie noch Wissen, Motivationsgerüst.

Unsere Gesellschaft gewichtet Lernverläufe und Kenntnisakquisition hoch und fixiert dadurch den Heranwachsenden geraume Zeit in seiner kindlichen Unmündigkeit. Sie gibt ihm wenig Opportunität, die reifenden psycho-physischen Fähigkeiten ebenso wie Auftreten zu proben, was zu Leistungsstauungen und als Konsequenz davon zu Verhaltens unüblichkeiten führt, die als für die Voradoleszenz prägnant toleriert werden. Es wäre aber durchaus denkbar, daß das markant ungehobelte Verhalten relativiert werden könnte mittels einer brauchbaren Tätigkeit ebenso wie gebührenden Verantwortungsübertragung.

Die Voradoleszenz der Knaben ist eine Exzitationsperiode mit positiver Basisstimmung und kommunikativem Kontaktverhalten. Die generelle Vitalitätssteigerung zeigt sich in einem erhobenen Betriebsamkeitsbedarf, in potenzierter Streitlust ohne Sinn für die Emotionen anderer, in deutlicher Sinnenfreude, wie zum Beispiel für Klänge, Geschmacks eindrücke, Gerüche etc., sowie in vergrößerter Abenteuerlust und Unfugbereitschaft, die bevorzugt in der Gruppe von Gleichaltrigen praktiziert wird. Die Gruppe erringt zusätzlich Bedeutsamkeit, während der Einfluss der Familie sich nach und nach vermindert.