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Last updateWed, 14 May 2014 11am

Dynamik der Persönlichkeit von Kleinkindern

Mit fünf Jahren mögen Kinder ihre Effektivität größtenteils ziemlich vorurteilsfrei ermessen, wenn auch die Leistungsbereitschaft je nach Entwicklungsstand außerordentlich verschieden ist.

Leistungsbereitschaft ist verbunden mit der Lebhaftigkeit des Kindes sowie vom Erziehungs Stil der Erziehungsberechtigten.

Ermutigung, Erziehung zur Selbständigkeit und Lob für gute Leistungsabgabe unterstützen positive Leistungsanregung ebenso wie hohes Aspirationsniveau. Andererseits wird letztere durch Restriktion der Autarkie und Kritik herabgesetzt.

Ein essentieller Schritt in der Sozialisation ist die Gewissensentstehung. Sie erfolgt vermittels Verinnerlichen von Standards und Werten vermittels der Identifikation mit Menschen, zu denen eine bestätigende gefühlsmäßige Beziehung besteht. Für das Kleinkind sind dieses die Erziehungsberechtigten. Die Stimme der Erziehungsberechtigten wird zur Stimme des Gewissens. Wenngleich das menschliche Gewissen als Anlage besteht, mag es sich indes allein mittels Lernprozesse konzipieren.

Von der erzieherischen Geschicklichkeit der Eltern hängt es ab, wie trefflich Richtlinien und Werte zu Eigen gemacht werden und inwieweit als Folge die persönliche Fortentwicklung beeinträchtigt wird. Liegt die Akzentuierung des Führungsstils auf der Belohnung, verläuft der Einordnungsprozess größtenteils positiv, mit dem Ergebnis klarer Gewissensbildung und zuverlässiger Umweltorientierung.

Liegt im Gegensatz dazu die Akzentuierung auf Bestrafung und Strenge, gestalten sich mentale Spannungen: Die Beziehung zum Erzieher wird mehrdeutig, das soziale Lernen besteht überwiegend aus einem Vermeidungsbenehmen. Negative Effekte für die Gewissensentwicklung haben ebenso Inkonsequenz, Deprivation oder das Fehlen von gefühlsmäßiger Bindung an eine Bezugsperson, den kompletten Einordnungsprozess wie noch die weitere Persönlichkeitsdynamik.

Der pädagogische Stil ist schichtverbunden. In der Mittelschicht ist ein libertärer, in der Unterschicht ein unnachsichtiger Erziehungsstil normal. Als liberal gilt ein Erziehungsstil, für den Fall, dass das Kind mittels Begründungen und Erläuterungen mittelbar gelenkt wird. Rigide ist, wenn 'unmittelbare' Methoden verwendet werden wie bspw. Brüllen, körperliche Strafen.

Der liberale Erziehungsstil gestattet eine Identifizierung mit der Bezugsperson und gewährt eine gute Normeninteriorisation, der rigoros führt zur Ablehnung, jedenfalls zur Auflehnung gegen die Bezugsperson und angesichts dessen zu Unstetigkeit in der Normenverinnerlichung und dabei ansonsten in der Umweltausrichtung.