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Last updateWed, 14 May 2014 11am

Kind-Senso-motorische Erfahrungen

Die Fortentwicklung der Intelligenz ist komplex. Sie hat ihre Basis in den senso-motorischen Erfahrungen des zweiten Altersjahres: Das Kind lernt vermöge Handhabung, Observation und Erfahrung

die Dinge in ihrer Wirkungsweise und Nutzbarkeit kennen.

Es begreift Beziehungen unter den Dingen und probiert sie: Von wesentlichem Belang ist das ' Ineinander ' ebenso wie ' Aufeinander '.

Das Begreifen von Bildern realisiert sich früh. Vor allem werden Bilder zwar für wirkliche Gegenstände gehalten, nach und nach, mit ungefähr 2 Jahren, identifiziert das Kind gleichwohl den Unterschied zwischen Bild und Realität und kann nach und nach verschachteltere Bildinhalte registrieren, und selbst Bilder reihen auslegen, bei ungefähr 5 Lebensjahren.

Die sensomotorischen Erlebnisse sind die Grundlage der verbalen, ungegenständlichen Intelligenz. Ein wesentliches Kennzeichen der Intelligenzrealisierung im Vorschulalter ist die Begabung, Korrektur allmählich zufolge gedanklicher Vorwegnahme auf der Vorstellungsstufe zu betreiben.

Sowie die Sprache auskömmlich beherrscht wird, kommt als maßgebliches Kennzeichen die Begriffserzeugung hinzu. Im zweiten Altersjahr bilden sich vorerst übergreifende Verallgemeinerungen, infolge dessen ein bestimmtes Charakteristikum abstrahiert wird. Mit steigernder Differenzierung werden darauffolgend die Individualbezeichnungen gebildet, sowie späterhin die Gattungsbegriffe.

Graduell glückt derart die Ablösung des Erachtens von gegenständlichen Sachvorstellungen. Was für eine ansehnliche Intelligenzleistung die Begriffsbildung ist, beweist der Sachverhalt, daß erst anfangend mit 3 Jahren die ersten, auf Wahrnehmungsattribute basierenden Gattungsbegriffe, die so benannte realisierende Begriffsbildung, gebildet werden können.

Begriffe im Zuge von Beziehungen von dem eigenen Erlebensbereich, gleichsetzende Begriffsentstehung, sind erst mit annäherungsweise 5 Jahren schaffbar. Unter guter Intelligenzleistung wie auch hoher Wahrnehmungsdifferenzierung ist eine klare positive Wechselbeziehung.

Das Prüfen der Scharfsinnigkeit im Kleinkindalter ist alles in allem realisierbar. Die Untersuchungsbedingungen müssen allerdings ideal sein, um zu brauchbaren Resultaten zu gelangen. Die vorhersagende Wichtigkeit von solchen Untersuchungsresultaten ist sehr beschränkt. Die Umsetzung von Tests in diesem frühen Alter ist daher vorrangig dann indiziert, falls eine Fehlentwicklung gemutmaßt wird.